2013

Kantonalverband Luzerner Chöre, 15.09.2013

Das „etwas andere“ Bettags Konzert begeistert Akteure und Besucher 

Ein hochklassiges Bettags Konzert mit Chören aus allen Chorgattungen und allen Sparten der Chormusik erlebten die rund 150 Besucher am Sonntag, 15.09.2013, in der Kirche Bruder Klaus in Emmenbrücke. Vom Frauen-Gesangsensemble über den Männerchor, einen Gemischten Chor bis hin zum Jugendchor war alles vertreten, was die Bandbreite des Chorgesanges zu bieten hat.

Den Anfang machte das Gesangsensemble „Die Perlen“ aus Udligenswil. Die neun Damen in ihren Wiener Kostümen eröffneten den bunten Reigen mit Liedern aus den 50er und 60er Jahren. Mit bekannten Melodien, unter anderem „Heut kommen d’Engerln auf Urlaub nach Wien“, „Schuld war nur der Bossa nova“ oder „Ich will ´nen Cowboy als Mann“, und einer grossen Bühnenpräsenz brachten sie das Publikum schnell auf ihre Seite. Bei diesen Melodien blieb dem Publikum gar nichts anderes übrig als den Takt mit zu klatschen. Ein lang anhaltender Applaus war der Lohn für die Damen und ihren musikalischen Leiter Toni Oliver Rosenberger. Bei diesem Auftritt wurde schon klar wie hoch das Niveau bei diesem Konzert sein würde.

Diesem Niveau wollten sich auch die Männer vom Männerchor Reussbühl anpassen. Und dies gelang mit Bravour. Auch wenn die Vorträge naturgemäss anders gelagert waren, gelang es dem Chor mit einem deutschen und einem rumänischen Volkslied, einem spritzigen Mozartstück, einem Tanzlied und einem Spiritual die grosse Bandbreite ihres Repertoires aufzuzeigen. Der sehr homogene Chorklang und die deutliche Aussprache sprachen für die musikalische Qualität des Chores und des Chorleiters Fritz Vonarburg. Auch dieser Chor wurde mit einem langen Schlussapplaus verdankt.

Einen weiteren Stilwechsel erlebten die Besucher dann mit dem Projektchor „Los Poco Locos“. Alleine schon der einheitliche Anblick des Chores mit roten T-Shirts, schwarzen Schürzen und roten Turnschuhen zeigte den Unterschied zu „normalen“ Chören auf. Und bei diesem Chor schien noch mehr nicht „normal“ zu sein (worauf die Mitglieder auch Wert legen). Begann doch der Chor mit dem allseits bekannten afrikanischen Volkslied „Si Ya Hamba“, sang sich dann über die „Wonderful World“ bis zum Schweizer Volkslied „S’isch äbe ne Mönsch uf Ärde“ durch, um schliesslich beim traditionellen Gospel „Welcome holy Spirit“ selbst den letzten Besucher zum Mitklatschen und Mitwippen zu bewegen. Und bei jedem Stück spürte man die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger um die junge, aber begeisternde Dirigentin Tamara Aebersold. Ein anhaltender Applaus des Publikums war der Dank für diesen ungewöhnlichen und gelungenen Auftritt.

Als letzten Chor begrüsste die souveräne Moderatorin des Nachmittags, Irène Röthlisberger, den Jugendchor der Musikschule Malters unter der Leitung von Fredy Fluri. Dies war der erste „Gastchor“ bei einem KLC-Konzert, ist er doch als erster Chor noch nicht Mitglied im Kantonalverband Luzerner Chöre. Dies ist aber auch ein deutliches Zeichen dafür, wie man sich beim KLC gerade um den Nachwuchs bemüht. Was zu diesem Zeitpunkt noch keinem der Besucher klar war: es folgte der absolute Höhepunkt des Tages. Die 25 jungen Sängerinnen und Sänger zwischen 12 und 22 Jahren boten ein Medley aus 6 Liedern: Vom namibischen Volkslied über ein ungarisches Tanzlied, Spiritual, Musical- und Popsongs, bis hin zum Film Lied „Joyful“ aus „Sister act II“ mit seinen Soloeinlagen, brannten sie ein Feuerwerk der guten Laune und Begeisterung ab. Der minutenlange Applaus des Publikums führte noch zu einer Zugabe. Und wenn man den glänzenden Augen der Akteure nach dem Abgang glauben darf, wird ihnen dieses Konzert genauso als ein Höhepunkt in Erinnerung bleiben wie vielen Besuchern. Wir beim Kantonalverband hoffen, dass dieser Auftritt Schule macht und wir in Zukunft noch mehr Jugendchöre beim Bettags Konzert begrüssen dürfen. Auch die Resonanz der Besucher war mehr als positiv – war dies doch einmal ein „anderes“ Konzert als man es am Buss- und Bettag gewohnt ist und war.